Auf einer schwarzen Tafel steht mit weißer Kreide "2G-Regel: Geimpft oder Genesen. Im Hintergrund unscharf Personen zu sehen.
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Corona-Verordnung in Baden-Württemberg

Seit dem 24. November gilt eine neue Verordnung. Sie beinhaltet eine zusätzliche Alarmstufe II mit 2G plus-Regeln.

In Baden-Württemberg gelten schärfere Regeln, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Die Maßnahmen betreffen vor allem ungeimpfte und nicht von COVID-19 genesene Menschen. Die neuen Regeln sehen eine zusätzliche vierte Stufe vor. Nach der Basis-, der Warn- und der Alarmstufe wird es künftig auch eine Alarmstufe II geben, die ab einer landesweiten Intensivbetten-Auslastung von 450 Corona-Patienten oder ab einer Sieben-Tages-Hospitalisierungsinzidenz von 6 gilt. Die Alarmstufe II gilt bereits seit dem 23. November.

Zu den Verschärfungen gehört:

  • In Alarmstufe II gilt 2G plus künftig unter anderem bei körpernahen Dienstleistungen, zum Beispiel Kosmetikern. Das heißt, der Zugang ist nur für Geimpfte oder Genesene gestattet, die zusätzlich einen negativen Antigen- oder PCR-Test vorweisen können. Als Testnachweis gelten auch Selbsttests, die Kunden vor Ort unter der Aufsicht des Dienstleisters durchführen.
  • Für Friseurdienstleistungen gilt in beiden Alarmstufen eine 3G-Pflicht, allerdings mit PCR-Tests.
  • In Stadt- und Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 500 gelten Ausgangsbeschränkungen für Nichtgeimpfte und Nichtgenesene von 21 bis 5 Uhr (Ausnahme bei Vorliegen triftiger Gründe, u. a. Berufsausübung). Im Einzelhandel gilt in diesem Fall grundsätzlich 2G (Ausnahme: Grundversorgung).
  • Nicht-immunisierte Solo-Selbsständige, bei denen physische Kontakte zu Dritten nicht ausgeschlossen werden können, sind verpflichtet, Testungen durchzuführen oder durchführen zu lassen.

Weitere Details

Eine Übersicht aller Regelungen gibt es unter  Regelungen der Corona-Verordnung auf einen Blick auf den Seiten der Landesregierung.



Was bedeuten 2G, 2G plus, 3G und 3G plus?

  • 2G meint geimpft oder genesen. Als geimpft gelten Personen, bei denen die abschließende Impfung mindestens zwei Wochen zurückliegt. Als genesen gelten Personen, bei denen die Corona-Infektion mit einem PCR-Test festgestellt wurde. Dieses Testergebnis muss mindestens 28 Tage alt sein und darf aber nicht länger als sechs Monate zurückliegen.
  • 2G plus: wie 2G, das plus bedeutet, dass geimpfte und/oder genesene Personen zusätzlich getestet sind. Als Test wird das negative Ergebnis eines Corona-Schnelltests verlangt. Dieser darf maximal 24 Stunden alt sein.
  • 3G bedeutet vollständig geimpft, genesen oder getestet. Als Test ist ein negativer Antigen-Schnelltest erforderlich, der nicht älter als 24 Stunden sein darf.
  • 3G plus bedeutet geimpft, genesen oder PCR-getestet. Hier wird von Ungeimpften ein negativer PCR-Test verlangt. Ein PCR-Test darf höchstens 48 Stunden alt sein. Dabei ist für die Gültigkeitsdauer der Abnahmezeitpunkt der Probe des PCR-Testnachweises ausschlaggebend – nicht der Zeitpunkt der Ausstellung des Testergebnisses. Der Test muss bei längeren Aufenthalten alle 72 Stunden erneuert werden.

Achtung

Test-, Impf- und Genesenennachweise müssen grundsätzlich mit digitalen Anwendungen (z. B. der CovPassCheck-App) kontrolliert und Namen anhand von Ausweisdokumenten überprüft werden. Damit ist der Zutritt allein mit dem gelben Impfpass nicht mehr möglich, es muss der QR-Code per App oder in Papierform mitgeführt werden.